Das schreit zum Himmel – Baum des Unerhörten am Pandemiekreuz in der Karwoche

Pandemiekreuz St. Lorenz

Das schreit zum Himmel – Baum des Unerhörten am Pandemiekreuz in der Karwoche

Vieles bleibt unausgesprochen in Zeiten, in denen wir uns nicht begegnen können: Doppelschichten im Krankenhaus, Familienstreit beim Homeschooling, Ängste vor Insolvenzen und Jobverlust, fehlende Begegnungen an der Kirchentür, beim Kaffeeklatsch, im Jugendzentrum, auf dem Spielplatz. Menschen jeden Alters vermissen zunehmend das Gespräch, das Reden und Zuhören, die geteilte Nähe.

Besonders dann, wenn Menschen von Krankheit, Tod und Trauer betroffen sind, wiegt es schwer, wenn sie einander kaum besuchen können, wenn letzte Begegnungen nicht möglich sind, Worte ungesagt bleiben.

Wir laden Sie und Euch ein, dem Unerhörten Raum zu geben, es in den Himmel zu schreien und aufzuschreiben, was Euch und Ihnen auf der Seele liegt. Eine leidvolle Erfahrung, eine schöne Erinnerung, eine konkrete Angst, letzte Worte zum Abschied, einen Gruß an weit entfernt Wohnende. Wünsche, Hoffnungen, Vermisstes, Ersehntes. Einen Namen. Ein Gebet.

In der Woche von Montag, den 29. März, bis Samstag, den 3. April – während der Karwoche vor Ostern – ist die St.-Lorenz-Kirche am Bahnhof immer zwischen 15.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Eine oder einer aus dem Pastor:innenteam wird da sein zum Gespräch. Bänder aus hellem Stoff liegen bereit und können von Euch und Ihnen beschrieben werden. Sie stehen außerhalb der Öffnungszeiten vor der Kirche zum Mitnehmen und zuhause Gestalten bereit. Sie werden in der Kirche abgelegt und an ein Band geknüpft.

Am Ostersonntag, den 4. April, zu Sonnenaufgang um 7:00 Uhr, wird dieses Wörter-Band des Unerhörten in die hohe alte Linde am Pandemiekreuz gehängt und so dem Himmel übergeben.